Der Empfang ist häufig der erste Bereich, den Besucher, Kunden, Geschäftspartner und Bewerber in einem Unternehmen wahrnehmen. Auch Hotellobbys, Eingangsbereiche von Praxen und Kanzleien oder Wartezonen in gewerblich genutzten Gebäuden prägen den ersten Eindruck. Neben Architektur, Beleuchtung und Einrichtung kann auch die Begrünung wesentlich dazu beitragen, wie ein Raum wahrgenommen wird.
Pflanzen bringen eine natürliche Komponente in Innenräume, ergänzen unterschiedliche Materialien und können große oder offene Flächen optisch strukturieren. Einzelne Solitärpflanzen, abgestimmte Pflanzengruppen oder größere Begrünungselemente lassen sich gezielt einsetzen, um Empfangstheken, Sitzbereiche und Übergänge zwischen verschiedenen Raumzonen gestalterisch zu unterstützen.
Damit die Begrünung nicht nur gut aussieht, sondern auch im Alltag funktioniert, sollten Unternehmen einige Aspekte berücksichtigen. Dazu gehören die Lichtverhältnisse, die verfügbare Fläche, die Auswahl geeigneter Pflanzen, passende Pflanzgefäße und der spätere Pflegeaufwand. Auch Laufwege, Reinigungsarbeiten und die Nutzung des Empfangsbereichs müssen in die Planung einbezogen werden.
In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf es bei der Begrünung von Empfang, Lobby und Wartebereichen ankommt, welche Pflanzen sich für unterschiedliche Raumtypen eignen und wann Mietpflanzen eine flexible Alternative zum Kauf sein können.
Warum die Begrünung von Empfang, Lobby und Wartebereichen sinnvoll sein kann
Empfangsbereiche erfüllen eine wichtige Funktion. Sie dienen als Orientierungspunkt, Treffpunkt und erster Kontakt zwischen einem Unternehmen und seinen Besuchern. Gleichzeitig müssen sie unterschiedliche Anforderungen erfüllen: Der Raum soll einladend wirken, zur Gestaltung des Unternehmens passen und im täglichen Betrieb praktisch nutzbar bleiben.
Pflanzen können diese Aufgaben gestalterisch unterstützen. Sie ergänzen die vorhandene Einrichtung und bringen natürliche Formen und Farben in Räume, die häufig von funktionalen Möbeln, Glasflächen, technischen Elementen und klaren Linien geprägt sind.
Eine durchdachte Begrünung kann verschiedene Funktionen übernehmen:
- Natürliche Akzente setzen: Pflanzen bringen lebendige Formen und unterschiedliche Grüntöne in den Empfangsbereich.
- Räume strukturieren: Größere Pflanzen können offene Flächen optisch gliedern und Übergänge zwischen Bereichen gestalten.
- Einrichtung ergänzen: Pflanzgefäße und Pflanzen lassen sich auf Farben, Materialien und Stil der vorhandenen Einrichtung abstimmen.
- Freie Flächen gestalten: Unbelebte Ecken oder größere Wandbereiche können durch gezielt platzierte Pflanzen aufgewertet werden.
- Gestaltungskonzepte verbinden: Wiederkehrende Pflanzen und Gefäße können sich vom Empfang bis in angrenzende Warte- und Aufenthaltsbereiche fortsetzen.
Entscheidend ist, dass Pflanzen nicht wahllos ergänzt werden. Sie sollten eine erkennbare gestalterische Aufgabe erfüllen und sich harmonisch in die Architektur und Nutzung des Raums einfügen.
Empfangsbereich begrünen: Der erste Eindruck zählt
Ein Empfangsbereich ist meist klar gegliedert. Die Empfangstheke bildet den zentralen Orientierungspunkt, ergänzt durch Sitzmöglichkeiten, Warteflächen und Zugänge zu weiteren Räumen. Die Begrünung sollte diese Struktur aufnehmen und unterstützen, statt sie zu überladen.
Besonders wichtig ist die Platzierung. Eine größere Pflanze kann beispielsweise eine freie Ecke neben der Empfangstheke gestalten. Kleinere Pflanzengruppen eignen sich für ausgewählte Bereiche, in denen ausreichend Platz vorhanden ist. Auch einzelne Pflanzen neben Sitzmöbeln können die Einrichtung ergänzen.
Pflanzen neben der Empfangstheke
Die Empfangstheke ist häufig der optische Mittelpunkt des Eingangsbereichs. Pflanzen können diesen Bereich ergänzen, sollten aber weder die Sicht auf Mitarbeitende noch die Kommunikation mit Besuchern behindern.
Je nach Raumgröße kann eine größere Solitärpflanze neben der Theke platziert werden. In kleineren Empfangsbereichen sind kompakte Pflanzen oder schmale Wuchsformen häufig besser geeignet. Wichtig ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Pflanzengröße, Theke und verfügbarer Fläche.
Freie Ecken und Wandbereiche nutzen
In vielen Eingangsbereichen gibt es Flächen, die funktional kaum genutzt werden. Dazu gehören beispielsweise Raumecken, Übergänge zu Fluren oder größere Wandabschnitte. Pflanzen können diese Bereiche gestalterisch einbeziehen.
Große Pflanzen eignen sich für ausreichend breite und helle Standorte. Bei schmalen Flächen können schlank wachsende Arten eine Alternative sein. Vor der Auswahl sollte geprüft werden, ob die Pflanzen genügend Platz für ihre natürliche Entwicklung haben und keine Türen, Durchgänge oder Verkehrswege beeinträchtigen.
Begrünung als Teil des Unternehmensauftritts
Der Empfang vermittelt auch einen Eindruck von der Gestaltung und Arbeitsweise eines Unternehmens. Pflanzen und Pflanzgefäße können deshalb bewusst auf das Erscheinungsbild abgestimmt werden.
In einem modernen Büro können klare Gefäßformen und einzelne markante Pflanzen passen. In repräsentativen Eingangsbereichen können größere Pflanzgefäße und ausgewählte Solitärpflanzen eingesetzt werden. In einer eher zurückhaltend gestalteten Umgebung können dezente Pflanzenarrangements die Einrichtung ergänzen, ohne selbst zu stark in den Vordergrund zu treten.
Lobbybegrünung: Große Räume sinnvoll gestalten
Lobbys sind häufig großzügiger angelegt als klassische Empfangsbereiche. Das gilt insbesondere für Hotels, Unternehmenszentralen, Veranstaltungsgebäude und größere Gewerbeimmobilien. Hohe Decken, offene Raumkonzepte und weitläufige Flächen bieten vielfältige Möglichkeiten für eine umfangreichere Innenraumbegrünung.
Gleichzeitig ist die Planung anspruchsvoller. Pflanzen müssen in ihrer Größe zur Architektur passen und dürfen die räumliche Wirkung nicht beeinträchtigen. Einzelne kleine Pflanzen können in einer großen Lobby schnell verloren wirken. Zu viele oder zu große Pflanzen können den Raum dagegen überladen.
Große Solitärpflanzen als Gestaltungselement
Große Zimmerpflanzen können in weitläufigen Lobbys gezielte Akzente setzen. Sie eignen sich beispielsweise für Bereiche neben Sitzgruppen, an freien Wandflächen oder in ausreichend großen Raumecken.
Bei der Auswahl sollte nicht nur die aktuelle Höhe berücksichtigt werden. Auch die spätere Wuchsform und die Ausdehnung der Blätter sind wichtig. Eine Pflanze, die zunächst passend erscheint, kann mit zunehmendem Wachstum zu viel Raum einnehmen.
Pflanzengruppen zur optischen Raumgliederung
In offenen Lobbys können mehrere Pflanzen eingesetzt werden, um unterschiedliche Nutzungsbereiche optisch voneinander abzugrenzen. Das kann beispielsweise zwischen Empfang, Lounge und Zugang zu weiteren Gebäudebereichen sinnvoll sein.
Eine solche Gestaltung ersetzt keine bauliche Trennung. Sie kann jedoch dazu beitragen, offene Flächen visuell zu ordnen und Übergänge harmonischer zu gestalten.
Begrünung mit Architektur und Einrichtung abstimmen
In großzügigen Räumen sollte die Begrünung immer im Zusammenhang mit der Architektur betrachtet werden. Hohe Decken, große Fensterflächen, Naturstein, Holz, Metall oder Glas beeinflussen, welche Pflanzen und Pflanzgefäße geeignet sind.
Ein stimmiges Konzept berücksichtigt deshalb nicht nur die einzelnen Pflanzen, sondern auch deren Größenverhältnisse, Anordnung und Gefäßgestaltung. So entsteht eine Begrünung, die den Raum ergänzt, statt als nachträglich hinzugefügte Dekoration zu wirken.
Pflanzen für Wartebereiche: Angenehme Gestaltung ohne Einschränkungen
Wartebereiche finden sich in Arztpraxen, Kanzleien, Hotels, Unternehmen, Behörden und vielen weiteren Einrichtungen. Sie werden von Besuchern häufig über einen gewissen Zeitraum genutzt und sollten deshalb funktional und gestalterisch sorgfältig geplant werden.
Pflanzen können die Einrichtung ergänzen und dazu beitragen, dass Wartezonen weniger nüchtern wirken. Dabei sollte die Begrünung zurückhaltend eingesetzt werden. Sitzplätze, Bewegungsflächen und Zugänge müssen jederzeit ausreichend nutzbar bleiben.
Kompakte Pflanzen für kleinere Wartezonen
In kleineren Wartebereichen sind kompakte Pflanzen häufig praktischer als große Solitärpflanzen. Sie lassen sich auf geeigneten freien Flächen platzieren und können die Einrichtung ergänzen, ohne viel Raum einzunehmen.
Auch kleinere Pflanzgefäße können eingesetzt werden, sofern sie stabil stehen und die Reinigung nicht erschweren. Bei der Auswahl sollten Pflanzen bevorzugt werden, deren Wuchsform zum vorhandenen Platzangebot passt.
Pflanzen als Ergänzung zu Sitzgruppen
In größeren Wartezonen können Pflanzen neben Sitzgruppen oder an den Übergängen zwischen einzelnen Sitzbereichen eingesetzt werden. Dadurch lassen sich verschiedene Bereiche optisch voneinander abgrenzen.
Wichtig ist, dass die Pflanzen nicht direkt in Bewegungsflächen hineinragen und ausreichend Abstand zu Sitzmöbeln und Durchgängen bleibt. Auch die Sichtbeziehungen innerhalb des Raums sollten berücksichtigt werden.
Besondere Anforderungen in Praxen und Kanzleien
In medizinischen Einrichtungen und Kanzleien können zusätzliche Anforderungen an Hygiene, Reinigung, Sicherheit und Barrierefreiheit bestehen. Pflanzen und Pflanzgefäße sollten so ausgewählt und positioniert werden, dass sie die Nutzung des Wartebereichs nicht beeinträchtigen.
In sensiblen Bereichen empfiehlt es sich, die Auswahl und Platzierung mit den jeweils Verantwortlichen abzustimmen. Dazu gehören auch mögliche Allergien, empfindliche Nutzergruppen und die Anforderungen an die Reinigung.
Welche Pflanzen eignen sich für Empfang, Lobby und Wartebereiche?
Die Auswahl geeigneter Pflanzen hängt vor allem von den Standortbedingungen ab. Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Platzangebot bestimmen, welche Pflanzen langfristig an einem Standort funktionieren können.
Für die Innenraumbegrünung von Empfangsbereichen, Lobbys und Wartezonen kommen beispielsweise folgende Pflanzen infrage:
Ficus: Klassische Pflanzen für repräsentative Räume
Ficus-Arten werden häufig als größere Zimmerpflanzen eingesetzt. Je nach Art und Wuchsform können sie in Empfangsbereichen oder großzügigen Lobbys als Solitärpflanzen wirken. Sie benötigen einen geeigneten Standort und sollten nicht ohne Prüfung der Lichtverhältnisse ausgewählt werden.
Strelitzia: Markante Blätter für großzügige Räume
Die Strelitzia fällt durch ihre großen, auffälligen Blätter auf. Sie kann in hellen Empfangsbereichen und Lobbys eingesetzt werden, wenn ausreichend Platz vorhanden ist. Aufgrund ihrer Wuchsform eignet sie sich weniger für enge Durchgänge oder kleine Wartezonen.
Monstera: Charakteristische Blattformen
Die Monstera ist durch ihre großen, häufig geschlitzten Blätter ein markantes Gestaltungselement. Sie kann in passenden Innenräumen als Einzelpflanze oder Bestandteil einer Pflanzengruppe eingesetzt werden. Für die Auswahl sind Lichtverhältnisse und Platzbedarf entscheidend.
Dracaena: Unterschiedliche Wuchsformen
Dracaena-Arten gibt es in verschiedenen Größen und Wuchsformen. Dadurch können sie je nach Sorte für unterschiedliche Bereiche geeignet sein. Auch hier muss der konkrete Standort zum Lichtbedarf der jeweiligen Pflanze passen.
Palmen: Pflanzen für größere Innenräume
Palmen können in großzügigen Eingangsbereichen, Hotellobbys oder offenen Aufenthaltsflächen eingesetzt werden. Sie benötigen je nach Art unterschiedliche Licht- und Temperaturbedingungen. Vor allem bei größeren Exemplaren sollte ausreichend Platz für die Blätter und die langfristige Entwicklung eingeplant werden.
Kleinere Grünpflanzen für Wartezonen
Für kleinere Empfangs- und Wartebereiche können kompakte Grünpflanzen eine passende Ergänzung sein. Sie lassen sich auf geeigneten freien Flächen platzieren und können mit größeren Pflanzen kombiniert werden. Wichtig ist, dass auch kleinere Pflanzen ausreichend Licht und die passende Pflege erhalten.
Die genannten Pflanzen sind Beispiele und keine pauschale Empfehlung für jeden Raum. Eine Standortprüfung ist besonders wichtig, wenn Empfangsbereiche wenig Tageslicht erhalten oder durch Klimaanlagen, Zugluft und wechselnde Temperaturen beeinflusst werden.
Lichtverhältnisse und Standortbedingungen richtig einschätzen
Eine der häufigsten Herausforderungen bei der Begrünung von Innenräumen ist die richtige Einschätzung der Lichtverhältnisse. Empfangsbereiche liegen nicht immer direkt an Fenstern. Manche Lobbys verfügen über große Glasflächen, während andere durch Gebäudestrukturen oder angrenzende Räume vergleichsweise wenig Tageslicht erhalten.
Die Auswahl sollte deshalb nicht allein nach optischen Gesichtspunkten erfolgen. Jede Pflanze hat bestimmte Anforderungen, die am vorgesehenen Standort erfüllt werden müssen.
Bei der Standortprüfung sollten Sie insbesondere folgende Punkte berücksichtigen:
- Tageslicht: Wie viel natürliches Licht erreicht den vorgesehenen Standort?
- Fenster und Sonneneinstrahlung: Gibt es direkte Sonne oder starke Temperaturschwankungen?
- Beleuchtung: Welche künstliche Beleuchtung ist vorhanden und wie lange ist sie eingeschaltet?
- Temperatur: Wie konstant sind die Temperaturen im Tages- und Jahresverlauf?
- Luftfeuchtigkeit: Ist die Raumluft eher trocken oder bestehen besondere Bedingungen?
- Zugluft: Befinden sich Türen, automatische Eingänge oder Lüftungsanlagen in unmittelbarer Nähe?
- Klimaanlagen und Heizkörper: Werden Pflanzen durch direkte Luftströme oder Wärme beeinflusst?
Besonders bei größeren Empfangsbereichen sollte die Standortprüfung vor der Auswahl erfolgen. So lässt sich vermeiden, dass Pflanzen zwar optisch passen, unter den tatsächlichen Bedingungen aber nicht dauerhaft gesund bleiben.
Pflanzgefäße: Ein wichtiger Bestandteil der Raumgestaltung
Bei der Begrünung von Empfang, Lobby und Wartebereichen spielen Pflanzgefäße eine ebenso wichtige Rolle wie die Pflanzen selbst. Sie beeinflussen den Gesamteindruck und können das Einrichtungskonzept gezielt ergänzen.
Ein hochwertig wirkendes Pflanzgefäß kann eine Pflanze optisch hervorheben. Umgekehrt kann ein unpassendes Gefäß die Wirkung einer sorgfältig ausgewählten Pflanze beeinträchtigen.
Material und Farbe auf die Einrichtung abstimmen
Pflanzgefäße sind in unterschiedlichen Materialien, Oberflächen und Farben erhältlich. Je nach Raumkonzept können schlichte, zurückhaltende Gefäße oder bewusst auffällige Gestaltungselemente eingesetzt werden.
In modernen Empfangsbereichen können klare Formen und dezente Farben passend sein. In repräsentativen Lobbys können größere Gefäße mit besonderen Oberflächen eingesetzt werden. In Wartebereichen sollte die Gestaltung häufig etwas zurückhaltender ausfallen, damit Pflanzen und Einrichtung ein harmonisches Gesamtbild ergeben.
Größe und Proportionen berücksichtigen
Das Pflanzgefäß sollte zur Größe der Pflanze und zur Umgebung passen. Ein zu kleines Gefäß kann bei einer großen Pflanze unproportioniert wirken. Ein sehr großes Gefäß kann dagegen in einem schmalen Empfangsbereich zu viel Fläche beanspruchen.
Neben der Optik sind Standfestigkeit und praktische Handhabung wichtig. Besonders in öffentlich zugänglichen Bereichen sollten Gefäße stabil stehen und für den jeweiligen Einsatz geeignet sein.
Reinigung und Bodenschutz einplanen
Empfangsbereiche und Lobbys werden regelmäßig gereinigt. Pflanzgefäße sollten deshalb so ausgewählt und positioniert werden, dass die Reinigung der angrenzenden Bodenflächen möglich bleibt.
Auch mögliche Feuchtigkeit, austretendes Gießwasser oder Kratzer auf empfindlichen Bodenbelägen sollten berücksichtigt werden. Geeignete Untersetzer oder andere Schutzlösungen können je nach Gefäß und Standort sinnvoll sein.
Wie viele Pflanzen benötigt ein Empfangsbereich?
Eine pauschale Anzahl lässt sich nicht festlegen. Der Bedarf hängt von der Größe des Raums, der Architektur, der Einrichtung und der gewünschten gestalterischen Wirkung ab.
In einem kleinen Empfangsbereich kann bereits eine einzelne gut platzierte Pflanze ausreichen. Eine großzügige Lobby benötigt möglicherweise mehrere größere Pflanzen oder abgestimmte Pflanzengruppen. In einem Wartebereich können wenige kompakte Pflanzen sinnvoller sein als eine umfangreiche Begrünung.
Bei der Planung helfen folgende Überlegungen:
- Welche Flächen wirken aktuell leer oder ungestaltet?
- Wo können Pflanzen platziert werden, ohne Laufwege einzuschränken?
- Welche Bereiche sollen optisch miteinander verbunden werden?
- Gibt es einen zentralen Blickpunkt, der durch eine größere Pflanze ergänzt werden kann?
- Wie viel Platz steht für Pflanzgefäße und die spätere Pflanzenentwicklung zur Verfügung?
Statt möglichst viele Pflanzen einzusetzen, empfiehlt sich ein abgestimmtes Konzept. Wenige gezielt platzierte Pflanzen können eine stärkere gestalterische Wirkung erzielen als eine unstrukturierte Ansammlung unterschiedlicher Arten und Gefäße.
Sicherheit, Laufwege und Barrierefreiheit berücksichtigen
Empfangsbereiche, Lobbys und Wartezonen werden von vielen unterschiedlichen Personen genutzt. Neben der Gestaltung müssen deshalb auch Sicherheits- und Nutzungsanforderungen berücksichtigt werden.
Pflanzen und Pflanzgefäße dürfen keine notwendigen Verkehrs- und Fluchtwege blockieren. Auch Türen, Aufzüge, Treppenbereiche und Zugänge zu weiteren Räumen müssen frei bleiben. In öffentlich zugänglichen Gebäuden sollten die jeweils geltenden Anforderungen an Brandschutz und Barrierefreiheit berücksichtigt werden.
Weitere praktische Punkte sind:
- Ausreichend breite Durchgänge und Bewegungsflächen freihalten.
- Pflanzgefäße standsicher und außerhalb stark frequentierter Laufwege positionieren.
- Überhängende Blätter nicht in Durchgänge oder Sitzbereiche hineinragen lassen.
- Stolperstellen durch Untersetzer, Bewässerungssysteme oder Kabel vermeiden.
- Reinigungs- und Wartungszugänge berücksichtigen.
- Besondere Anforderungen des Gebäudes und der jeweiligen Nutzung vorab klären.
Bei größeren Begrünungsprojekten sollte die geplante Anordnung mit den zuständigen Verantwortlichen für Gebäudebetrieb, Arbeitssicherheit oder Brandschutz abgestimmt werden.
Pflege von Pflanzen in Empfangs- und Wartebereichen
Auch eine sorgfältig geplante Begrünung benötigt regelmäßige Pflege. Pflanzen in Empfangsbereichen sind häufig gut sichtbar. Trockene Blätter, Staub oder beschädigte Pflanzenteile fallen Besuchern schnell auf und können den Gesamteindruck beeinträchtigen.
Der Pflegeaufwand hängt von Pflanzenart, Standort und Umgebungsbedingungen ab. Typische Aufgaben sind:
- Kontrolle der Bodenfeuchtigkeit und bedarfsgerechte Bewässerung.
- Entfernen abgestorbener oder beschädigter Blätter.
- Reinigung der Blätter und Pflanzgefäße.
- Kontrolle auf Schädlingsbefall oder andere Pflanzenschäden.
- Rückschnitt und weitere Pflegemaßnahmen, sofern erforderlich.
- Kontrolle der Pflanzgefäße und möglicher Bewässerungssysteme.
Unternehmen sollten frühzeitig festlegen, wer für diese Aufgaben verantwortlich ist. Die Pflege kann durch eigenes Personal erfolgen oder an einen externen Dienstleister übertragen werden. Entscheidend ist, dass die Zuständigkeiten und Pflegeintervalle klar geregelt sind.
Mietpflanzen für Empfang, Lobby und Wartebereiche
Neben dem Kauf von Pflanzen kann auch die Miete eine interessante Lösung sein. Mietpflanzen ermöglichen eine Begrünung für einen vereinbarten Zeitraum und können je nach Angebot mit weiteren Leistungen kombiniert werden.
Für Unternehmen ist dieses Modell besonders dann interessant, wenn sie die Begrünung flexibel gestalten oder bestimmte Aufgaben nicht selbst übernehmen möchten.
Flexibel auf Veränderungen reagieren
Empfangsbereiche und Lobbys werden gelegentlich umgestaltet. Neue Möbel, veränderte Raumaufteilungen oder ein überarbeitetes Erscheinungsbild können dazu führen, dass auch die Begrünung angepasst werden soll.
Bei Mietpflanzen kann je nach Vereinbarung geprüft werden, ob einzelne Pflanzen ausgetauscht oder neu angeordnet werden können. Dadurch lässt sich die Begrünung an veränderte Anforderungen anpassen.
Pflegeleistungen extern organisieren
Die Pflanzenpflege kann bei Mietmodellen Bestandteil des Leistungsumfangs sein. Ob regelmäßige Pflege, Bewässerung, Kontrolle oder Austausch enthalten sind, hängt vom jeweiligen Angebot ab.
Gerade in Unternehmen, in denen sich das Empfangspersonal auf Besucher und organisatorische Aufgaben konzentrieren soll, kann eine externe Pflegevereinbarung sinnvoll sein.
Mietpflanzen für zeitlich begrenzte Begrünung
Auch für temporäre Empfangsbereiche, Umbauphasen, Neueröffnungen oder besondere Veranstaltungen kann die Pflanzenmiete geeignet sein. Die Pflanzen werden für einen bestimmten Zeitraum eingeplant und können anschließend entsprechend der Vereinbarung wieder abgeholt werden.
Vor der Beauftragung sollten Mietdauer, Lieferung, Aufstellung, Pflege und Abholung eindeutig geklärt werden. Nicht alle Anbieter schließen sämtliche Leistungen automatisch in den Mietpreis ein.
Was kostet die Begrünung von Empfang, Lobby und Wartebereichen?
Die Kosten einer professionellen Innenraumbegrünung hängen vom Umfang und den individuellen Anforderungen ab. Eine einzelne Pflanze für einen kleinen Empfangsbereich verursacht einen anderen Aufwand als die Gestaltung einer großzügigen Hotellobby mit mehreren Pflanzengruppen.
Zu den wichtigsten Kostenfaktoren gehören:
- Anzahl und Größe der Pflanzen: Große Solitärpflanzen und umfangreiche Pflanzengruppen beeinflussen den Gesamtaufwand.
- Pflanzenarten: Verfügbarkeit, Größe und besondere Anforderungen können sich auf die Kosten auswirken.
- Pflanzgefäße: Material, Abmessungen, Design und Ausführung spielen eine Rolle.
- Standortbedingungen: Besondere Anforderungen an Auswahl, Transport und Aufstellung können zusätzlichen Aufwand verursachen.
- Lieferung und Montage: Entfernung, Zugänglichkeit, Etagen und Transportwege beeinflussen die Umsetzung.
- Pflege: Regelmäßige Pflegeleistungen können je nach Umfang und Intervall gesondert kalkuliert werden.
- Mietdauer: Bei Mietpflanzen ist die vereinbarte Laufzeit ein wichtiger Kostenfaktor.
Für eine realistische Einschätzung sollte zunächst feststehen, welche Bereiche begrünt werden sollen und welche Leistungen benötigt werden. Ein individuelles Angebot kann dann Pflanzen, Pflanzgefäße, Lieferung, Aufstellung und gegebenenfalls Pflege berücksichtigen.
Begrünung planen: So gehen Unternehmen Schritt für Schritt vor
Eine gute Planung hilft, die passende Begrünung zu finden und spätere Anpassungen zu vermeiden. Dabei sollte nicht nur die optische Gestaltung betrachtet werden. Auch Standortbedingungen, Nutzung und Pflege gehören von Anfang an dazu.
1. Bereiche und Anforderungen erfassen
Im ersten Schritt wird festgelegt, welche Bereiche begrünt werden sollen. Dazu können Empfangstheke, Lobby, Wartezone, Lounge oder angrenzende Flächen gehören. Auch die Größe der Räume und die vorhandene Einrichtung sollten dokumentiert werden.
2. Standortbedingungen prüfen
Anschließend werden Lichtverhältnisse, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und mögliche Zugluft geprüft. Diese Informationen bilden die Grundlage für die Auswahl geeigneter Pflanzen.
3. Gestaltungskonzept entwickeln
Im nächsten Schritt werden Pflanzenarten, Größen, Pflanzgefäße und mögliche Pflanzengruppen aufeinander abgestimmt. Ziel ist ein Gesamtbild, das zur Architektur und Einrichtung passt.
4. Platzierung und Sicherheit abstimmen
Die geplanten Standorte sollten auf Laufwege, Zugänge, Sitzbereiche und Reinigungsflächen geprüft werden. Bei öffentlich zugänglichen Gebäuden sind auch die jeweiligen Sicherheits- und Nutzungsanforderungen einzubeziehen.
5. Kauf oder Miete entscheiden
Wenn Pflanzen dauerhaft genutzt und intern gepflegt werden sollen, kann der Kauf sinnvoll sein. Wenn Flexibilität oder externe Pflegeleistungen gewünscht sind, kann die Miete Vorteile bieten. Beide Varianten sollten anhand der Gesamtkosten und des tatsächlichen Bedarfs verglichen werden.
6. Pflege und Zuständigkeiten festlegen
Vor der Umsetzung sollte geklärt werden, wer die Pflanzenpflege übernimmt und welche Intervalle erforderlich sind. Bei einer externen Pflegevereinbarung sollten die konkreten Leistungen schriftlich festgehalten werden.
Häufige Fehler bei der Begrünung von Empfang und Lobby
Auch bei einer grundsätzlich passenden Pflanzenauswahl kann die Wirkung einer Begrünung beeinträchtigt werden, wenn wichtige praktische Aspekte nicht berücksichtigt werden.
Zu große Pflanzen für kleine Räume auswählen
Große Pflanzen können in großzügigen Empfangsbereichen gut wirken. In schmalen Eingängen oder kleinen Wartezonen können sie jedoch schnell zu viel Platz einnehmen. Die Pflanzengröße sollte deshalb immer im Verhältnis zur verfügbaren Fläche stehen.
Lichtverhältnisse nicht berücksichtigen
Eine Pflanze kann noch so gut zur Einrichtung passen: Wenn der Standort nicht ihren Anforderungen entspricht, kann sie sich langfristig nicht gut entwickeln. Die Lichtverhältnisse sollten deshalb vor der Auswahl geprüft werden.
Zu viele unterschiedliche Pflanzen kombinieren
Eine große Vielfalt an Pflanzen, Farben und Gefäßen kann schnell unruhig wirken. Ein abgestimmtes Konzept mit wenigen wiederkehrenden Elementen ist häufig leichter in die vorhandene Raumgestaltung zu integrieren.
Pflege und Reinigung vernachlässigen
Staubige Blätter, trockene Pflanzenteile oder verschmutzte Gefäße beeinträchtigen den Gesamteindruck. Die regelmäßige Pflege sollte deshalb bereits bei der Planung berücksichtigt werden.
Laufwege und Zugänge einschränken
Pflanzen dürfen die Nutzung des Empfangsbereichs nicht behindern. Besonders in stark frequentierten Eingängen müssen Durchgänge, Türen, Sitzflächen und notwendige Verkehrswege frei bleiben.
Begrünung für Empfang, Lobby und Wartebereiche mit dem PFLANZENWERK
Das PFLANZENWERK ist Ihr Ansprechpartner für Mietpflanzen, Objektbegrünung, Messebegrünung, Eventbegrünung und Pflanzenpflege für Unternehmen. Eine professionelle Begrünung kann dabei helfen, Empfangsbereiche, Lobbys und Wartezonen passend zur jeweiligen Nutzung und Einrichtung zu gestalten.
Ob einzelne Pflanzen für einen Empfang, größere Solitärpflanzen für eine Lobby oder eine abgestimmte Begrünung für mehrere Aufenthaltsbereiche: Entscheidend ist, dass Pflanzen, Pflanzgefäße und Standortbedingungen zusammenpassen.
Auch die Frage nach Kauf oder Miete sollte frühzeitig geklärt werden. Mietpflanzen können eine flexible Lösung sein, wenn die Begrünung für einen bestimmten Zeitraum benötigt wird oder Pflegeleistungen in die Planung einbezogen werden sollen.
Wenn Sie Empfang, Lobby oder Wartebereiche begrünen möchten, bildet eine Bestandsaufnahme der Räume und Anforderungen die Grundlage für eine passende Lösung. So lässt sich ein Begrünungskonzept entwickeln, das sowohl gestalterisch als auch im täglichen Betrieb funktioniert.
Häufige Fragen zur Begrünung von Empfang, Lobby und Wartebereichen
Welche Pflanzen eignen sich für einen Empfangsbereich?
Je nach Lichtverhältnissen und Platzangebot können beispielsweise Ficus, Dracaena, Monstera oder Strelitzia eingesetzt werden. Für kleinere Empfangsbereiche eignen sich häufig kompaktere Pflanzen. Entscheidend ist, dass die Pflanzen zu den tatsächlichen Standortbedingungen passen.
Welche Pflanzen passen in eine große Hotellobby?
In großzügigen Lobbys können größere Solitärpflanzen wie geeignete Ficus-Arten, Strelitzien oder Palmen eingesetzt werden. Auch abgestimmte Pflanzengruppen können zur optischen Gliederung beitragen. Die Auswahl sollte sich an Raumhöhe, Licht und verfügbarer Fläche orientieren.
Welche Pflanzen eignen sich für Wartebereiche?
Für Wartebereiche sind häufig kompakte und pflegegerechte Pflanzen sinnvoll, die nicht zu viel Platz beanspruchen. Sie sollten außerhalb von Laufwegen stehen und die Nutzung der Sitzbereiche nicht beeinträchtigen.
Kann man auch Empfangsbereiche ohne viel Tageslicht begrünen?
Das ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Allerdings benötigen auch Pflanzen für lichtärmere Standorte eine Mindestmenge an Licht. Vor der Auswahl sollte deshalb geprüft werden, wie viel natürliches und gegebenenfalls geeignetes künstliches Licht vorhanden ist.
Wie viele Pflanzen benötigt man für eine Lobby?
Die Anzahl hängt von der Raumgröße, der Architektur und dem gewünschten Gestaltungskonzept ab. In einer kleineren Lobby können wenige gezielt platzierte Pflanzen ausreichen. Größere Räume können mehrere Solitärpflanzen oder Pflanzengruppen benötigen.
Sollte man Pflanzen für den Empfang kaufen oder mieten?
Der Kauf kann für eine dauerhaft geplante Begrünung sinnvoll sein, wenn die Pflege intern organisiert werden kann. Mietpflanzen bieten mehr Flexibilität und können je nach Vereinbarung mit Pflegeleistungen kombiniert werden.
Ist Pflanzenpflege bei Mietpflanzen enthalten?
Das hängt vom jeweiligen Angebot ab. Manche Mietmodelle beinhalten regelmäßige Pflegeleistungen, während andere die Pflege separat berechnen oder dem Kunden überlassen. Der Leistungsumfang sollte vor Vertragsabschluss eindeutig geklärt werden.
Welche Pflanzgefäße eignen sich für repräsentative Empfangsbereiche?
Geeignet sind Gefäße, die hinsichtlich Größe, Material und Farbe zur Einrichtung passen. Neben der Optik sollten auch Standfestigkeit, Reinigung und Bodenschutz berücksichtigt werden.
Was kostet eine professionelle Begrünung für den Empfang?
Die Kosten hängen unter anderem von der Anzahl und Größe der Pflanzen, den Pflanzgefäßen, der Lieferung, der Aufstellung und möglichen Pflegeleistungen ab. Für eine realistische Kalkulation ist eine Betrachtung der konkreten Räume und Anforderungen erforderlich.
Können Empfang und Wartebereich einheitlich begrünt werden?
Ja. Ein gemeinsames Begrünungskonzept kann Pflanzen, Pflanzgefäße und wiederkehrende Gestaltungselemente aufeinander abstimmen. Dabei sollten die unterschiedlichen Lichtverhältnisse und Nutzungsanforderungen der einzelnen Bereiche berücksichtigt werden.
Eine durchdachte Begrünung verbindet Gestaltung und Funktion
Die Begrünung von Empfang, Lobby und Wartebereichen ist mehr als die Ergänzung einzelner Pflanzen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Raumgröße, Architektur, Einrichtung, Standortbedingungen und Nutzung. Pflanzen sollten gezielt ausgewählt und so platziert werden, dass sie den Raum ergänzen, ohne den täglichen Betrieb einzuschränken.
Für Unternehmen lohnt es sich deshalb, die Begrünung von Anfang an ganzheitlich zu betrachten. Dazu gehören die passende Pflanzenauswahl, geeignete Gefäße, sichere Platzierung und eine verlässliche Organisation der Pflege.
Ob dauerhafte Begrünung durch gekaufte Pflanzen oder flexible Lösung mit Mietpflanzen: Das passende Konzept richtet sich nach den tatsächlichen Anforderungen des Standorts. Das PFLANZENWERK bietet dafür einen thematischen Anknüpfungspunkt rund um Mietpflanzen und professionelle Begrünung für Unternehmen.